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Karrierefragen

November 12th, 2009 · No Comments

Seinen Status in einer Firma muss man sich über einen langen Prozess erkämpfen. Selbst, wenn man als Lehrling in einer Firma anfängt, und dort bis zur Rente bleibt, kann es sein, dass man immer eine kleine Nummer bleibt; es ist aber auch möglich, dass man sich hocharbeitet, und als angesehener Mitarbeiter in den Ruhestand geht. Vieles an der Entwicklung seiner Karriere hat man selbst in der Hand. Verhält man sich immer passiv, kann es passieren, dass man schlicht übersehen wird. So denkt keiner an einen unscheinbaren Mitarbeiter, wenn es darum geht, eine bessere Position aus den eigenen Reihen zu besetzen; ebenso kann dies bei Gehaltserhöhungen geschehen. Wenn man sich nicht ein wenig und im angemessenen Rahmen bemerkbar macht, wird man immer auf verlorenem Posten stehen.

Glänzen kann man durch viele Dinge. Courage, Teamfähigkeit, die Ideen zu Innovationen können bei den Chefs gut ankommen. Nicht beliebt sind vorlaute, besserwisserische Menschen, die zwar gut arbeiten, dies aber auch jedem mitteilen. Statt Beförderungen hagelt es hier spöttische oder genervte Blicke. Beweist man sich als guter Teamplayer kann es sein, dass man durchaus in der oberen Etage Beachtung findet, ohne dafür mehr tun zu müssen, als gut zu arbeiten, und auch einmal für andere einzustehen. Man kann durchaus einmal nach höherem Gehalt fragen; das Nachfragen nach Garagen für die Mitarbeiterautos ist allerdings ein Beispiel dafür, dass man es auch übertreiben kann.

Menschen, die meinen, mit unlauteren Mitteln einen höheren Stand in der Firma erreichen zu müssen, kommen damit nicht immer durch. Zwar ist in vielen Firmen Mobbing durchaus ein Thema; dabei erwischt es meistens die, die alles schweigend hinnehmen und ohnehin etwas in der Außenseiter Position stehen. Doch wenn couragierte Kollegen das böse Spiel aufdecken, fliegen eher die Mobber aus der Firma, als die Opfer. Natürlich liegt es wieder am mehr oder weniger vorhandenen Teamgeist, ob solche Intrigen auffliegen können oder nicht.

Beamte werden meist parallel zum Alter befördert, wenn sie sich nicht auffällig verhalten, und die Beförderung nach disziplinarischen Maßnahmen aufs Spiel setzen. Ansonsten muss jeder Arzt, jeder Angestellte und jeder Arbeiter um seinen Ruf und Status in einem Beruf kämpfen. Allerdings sollte man sich unter diesem Kampf kein Gerangel im herkömmlichen Sinne vorstellen, sondern eher die Tatsache, dass man auch durch Leistung, und Worte, die zur richtigen Zeit zum richtigen Anlass gesprochen werden, glänzen kann. So kann man, vielleicht mit der Hilfe von Fortbildungen und etwas zusätzlichem Engagement, auf dem Weg vom Lehrling bis zum Rentner durchaus Karriere machen.