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Die Politik mit der Schweinegrippe

November 17th, 2009 · No Comments

Dass Politiker manchmal nicht wissen, welche Jacke sie nach welchem Wind hängen müssen, ist ja allseits bekannt. Die Politik, die jedoch um die Schweinegrippe gemacht wird, zieht nun auch Ärzte und Wissenschaftler, Prominente und eigentlich jeden, der etwas dazu zu sagen hat, mit in einen Kreisel aus wirren Aussagen, alle gegeneinander konträr und widersprüchlicher, wie sie es jemals sein könnten.

Was beim kleinen Mann noch ankommt, sind Warnungen gegen die Impfung, aber gleichzeitig auch ein Antreiben, hin zu der Injektion des Serums. Was soll man nun tun? Sterben wirklich nur chronisch Kranke an der Schweinegrippe? Sind Kinder mehr betroffen, als Erwachsene, wenn sie sich den Erreger ins Haus holen? Müssen ganze Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden, wenn einige Verdachtsfälle bekannt werden?

Eine Art Widerwillen macht sich unter TV Zuschauern und Radiohörern schon breit. Man kann es nicht mehr hören, will es nicht mehr lesen und die Berichte im Fernsehen drückt man mit der Fernbedienung mehr und mehr weg. Was zu viel ist, ist eben zu viel, und so lange von Seiten der Politik und den Wissenschaftlern in den Medien nicht endlich für eine klare Linie gesorgt wird, will man sich an dem Tohuwabohu aus Pro und Kontra nicht länger beteiligen. Auf der anderen Seite sind Arztpraxen überfüllt, sind die Impfdosen knapp, denn immer wieder gehen doch Leute zum Arzt, um sich testen oder impfen zu lassen. Unwohlsein, eine Erkältung, der Anflug eines Symptoms, das man den ganzen Tag in den Medien präsentiert bekommt: Das reicht schon, um Panik zu schieben. Letztendlich ist die ganz normale Grippe, deren Erreger sich von Jahr zu Jahr immer wieder verändern, immer noch tödlicher als die Schweinegrippe. Im Gegensatz zum H1N1 Virus wird dies aber totgeschwiegen. Eine Gefahr ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen, doch pushen wir das alles nicht ein wenig zu sehr zum Hype?