Alle sind gespannt, was das Wetter in den nächsten Tagen anstellen wird. Es sind Meldungen, die alle erschrecken: Ein neuerliches Schneechaos wird erwartet. Noch zu gut haben Immobilienbesitzer und Autofahrer das Andenken an Kyrill, einen Orkan im Winter 2007, im Kopf. Nun ist die Rede von Daisy, die sich über dem Mittelmeer noch so richtig volltankt, sich dann auf den Weg über Europa macht und auch Deutschland mit einer dicken Schneedecke von bis zu 40 Zentimetern Neuschnee versorgen soll.
Erste Anzeichen eines harten Winters haben viele Europäer schon zu beklagen. Man überlegt zum Beispiel, die Bundesautobahn A7 nur noch einspurig zu salzen, um das ohnehin schon knappe Streusalz zu sparen. In den Baumärkten, aber auch in den Bekleidungshäusern merkt man deutlich, dass die Leute sich auf Daisy einzustellen versuchen. Schneeschaufeln sind ausverkauft, das Speisesalz wird gehamstert, um es als Ersatz für das Streugut zu verwenden. Im Fernsehen wird vor Daisy gewarnt, aber auch zu Hamsterkäufen geraten. Chronisch Kranke sollen sich ihre Medikamente nach Hause holen; außerdem raten Experten dazu, das Auto voll zu tanken, den Öltank noch einmal aufzufüllen und für genügend Lebensmittel zu sorgen. Daisy könnte für Strom- und Gasausfälle, wie in England schon geschehen, verantwortlich sein.
Es bleibt die Hoffnung, dass alles etwas glimpflicher ausgeht, als die Nachrichten in den Medien es verkünden. Minusgrade und Schnee gehören zu einem Winter dazu, so denken vor allem die Kinder. Doch zu schlimm sollte es nicht werden, denn jeder weiß noch, was alles passierte, als nicht Daisy, sondern Kyrill über das Land fegte und die Menschen in Angst und Schrecken versetzte.
