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Ein Freund muss nach Afghanistan

November 29th, 2009 · No Comments

Beinahe jeden Tag kommen neue Meldungen aus Afghanistan, wo auch deutsche Soldaten ihren Dienst ableisten. Ist man nicht persönlich betroffen, können die Bilder, die man im Fernseher zu sehen bekommt, zwar schockieren, doch dieses ungute Gefühl, dass man einen nahen Bekannten oder gar einen Verwandten inmitten dieser Schrecken wissen muss, bleibt aus. Das haben die umso mehr, die einen Soldaten verabschiedet haben, weil er sich für den Auslandseinsatz gemeldet hat oder dorthin berufen wurde. Wie schon im Kosovo sind es zwar keine direkten Gefechte, in denen Armeen aufeinander stoßen; dennoch kann durchaus etwas passieren, dass das Leben der Soldaten in Gefahr ist.

Die Gedanken kreisen und sind sicher mehr als nur einmal in Afghanistan, wo jeden Tag Menschen sterben. Der Abschied ist erst noch in weiter Ferne, denn meistens wissen die Soldaten schon Monate vorher, wann es ungefähr losgehen wird. Bis man sich aber versieht, hebt die Maschine nach Afghanistan ab, man kann nichts mehr weiter tun, als ihr nachzuwinken. Der Abschied wird sicher tränenreich, denn leichtfertig steigt kaum jemand in das Flugzeug. Auch die Daheimgebliebenen werden schwere Herzen haben, wissen sie doch, welche Gefahren lauern. Der Einsatz der hiesigen Soldaten ist notwendig, auch wenn nicht alle Menschen im Land damit einverstanden sind. Ein wichtigeres Ziel, als Frieden auf der ganzen Welt gibt es nicht. Dafür sollten auch alle einstehen, die die Möglichkeit dazu haben. Der Weg als Berufssoldat sieht eben auch solche Einsätze vor, und die meisten der Soldaten kehren ja heil aus einem hoffentlich bald wieder friedlichen Stückchen Erde zurück.